Auf diesen Seiten können Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen aus dem Bereich der Zahngesundheit bekommen.

 

Warum blutet mein Zahnfleisch beim Zähneputzen?

Das Zahnfleisch ist Teil des Zahnhalteaparates und stellt die äussere Abwehrmauer des Parodonts dar und ist deshalb dem Wirken äusserer Faktoren ausgesetzt. Ausserdem machen sich Veränderungen am Zahnfleisch bemerkbar als Folge von physiologischen und pathologischen Vorgängen in unserem Organismus. Es ist besorgniserregend, dass einer grossen Mehrheit das Zahnfleisch blutet beim Zähneputzen, dieser Tatsache aber keine grosse Beachtung geschenkt wird. Bluten ist immer ein Zeichen dafür, dass etwas nicht in Ordnung ist. Der Organismus weist auf einen Mangel hin, und wir ignorieren diese Warnung zu leicht.

 

Die häufigste Ursache für Zahnfleischbluten ist eine chronische Entzündung des Zahnfleisches und des Zahnhalteappartes (chronische Gingivitis bzw. Parodontitis). Zu dieser chronischen Entzündung führt eine nicht adäquate Mundhygiene. Mehr Informationen über diese chronischen Erkrankungen sowie üer die richtige Mundhygiene erfahren Sie auf unserer Website unter dem Thema AIR FLOW.

 

Des weiteren kommt es zum häufigeren Zahnfleischbluten in der Pubertät sowie in der Schwangerschaft aufgrund von hormonalen Veränderungen. Veränderungen, die zu Vitaminmangel ( besonders von Vitamin C- Skorbut, aber auch anderer) führen, können als Symptom Zahnfleischbluten aufweisen. Das Zahnfleisch kann ebenfalls bei akuten Entzündungen der oberen Atemwege (Entzündungen des Rachens, Nase, Kehlkopfes, Mandeln) empfndlicher sein und leichter bluten In diesen Fällen müssen wir die Mundhygiene verbessern und alle möglichen Ursachen des Zahnfleischblutens beseitigen, d.h. lokale Ursachen (Zahnstein, Zahnbeläge, abstehende und alte Füllungen) sowie systemische Ursachen (Vitamin- und Ernährungsdefizite, Kontrolle von chronischen Erkrankungen).

 

Ich putze meine Zähne mehrere Male am Tag, aber trotzdem habe ich weiter Karies. Warum?

Karies ist eine Erkrankung, die mehrere Ursachen hat. Durch die gegenseitige Wechselwirkung dieser Faktoren kommt es zur Zerstörung der Zahnhartsubstanz. Zu diesen Faktoren gehören Bakterien im Mund, Substrat, welches sie verarbeiten und Zeit. Demnach zielt die Kariesprävention auf diese 3 Faktoren, um den Kariesbefall auf ein Minimum zu reduzieren. Allgemein nennen wir alle Massnahmen, mit denen wir auf diese 3 Ursachen wirken, mit einfachen Mitteln zu Hause, Mundhygiene. Allerdings gehören zu einer guten Mundhygiene nicht nur Zähneputzen sondern noch eine Reihe von Massnahmen und Vorgängen. Man muss betonen, dass die Mundhygiene heute einen anderen Stellenwert hat als noch vor 20 Jahren. Grund dafür sind veränderte Ernährungsgewohnheiten. Dabei denkt man an Zusammensetzung und Konsistenz der Nahrungsmittel, die konsumiert werden und die sich negativ auf die Sauberhaltung der Zähne zwischen zwei Zähneputzen auswirken. Es handelt sich vermehrt um klebrige Nahrung, die leicht auf der Zahnoberfläche adheriert, so dass genügend Zeit bleibt für Vorgänge, die zur Demineralisation (Auflösung) der Zahnhartsubstanzen und somit zur Karies führen.

 

Also sind heute Zahnbürste und Zahnpaste nicht mehr ausreichend geeignete Mittel zur Gesunderhaltung der Zähne

 

Der visuelle Eindruck, mit dem Zähneputzen die Plaque entfernt zu haben, heisst nicht, dass wir damit alle Bakterien von der Zahnoberfläche beseitigt haben. Ausser dem Bürsten ist es wichtig, Zahseide zu benutzen. Mit dieser werden die Zahnzwischenräume, die wir mit der Zahnbürste nicht erreichen können, gereinigt. Dazu kann man auch Interdentalbürsten benutzen. Wichtig zu erwähnen ist auch das mechanische Reinigen der Zunge. Nach dem Zähneputzen sollte man auch die Zunge bürsten, um von deren Oberfläche alle Nahrungsreste und Bakterien zu entfernen, die zu den oben erwähnten Vorgängen führen können. Ausser dieser mechanischen Massnahmen werden als zusätzliche Mittel zur Mundhygiene verschiedene antiseptische Mundspülllösungen empfohlen, die die Bakterienzahl im Mund reduzieren und somit zu einer verbesserten Mundhygiene beitragen.

 

Wie bekomme ich meine Zähne weisser? Ist dieser Vorgang schädlich für die Zahngesundheit?

Heutzutage ist der Markt überschwemmt mit Präparaten zum Bleichen von Zähnen. Dazu gehören einfache Zahnpasten sowie richtige Präparate zum Bleichen, die ausschliesslich professionell angewandt werden.Dabei muss betont werden, dass Zahnpasten nicht bleichen oder Zahnstein entfernen können sondern nur die Zahnoberfläche reinigen können. Die eigentliche Bleichung wird in der Praxis mit Präparaten durchgeführt, die Oxidanzien enthalten ( z.B. Karbamid- Peroxid), welche auf dem Prinzip der Oxidation zur gewünschten Aufhellung führen. Der Vorgang ist schmerzfrei. Das Präparat wird mit einem individuellen Löffel auf die Zähne gebracht. Man lässt es einige Minuten bis eine halbe Stunde einwirken, abhängig von der Konzentration der benutzten substanz. Danach wird das Präparat entfernt und die Zähne gereinigt sowie mit einem Fluorpräparat geschützt.

 

Warum werden in der letzten Zeit weisse Füllungen trotz geringerer klinischer Erfahrung im Gegensatz zum Amalgam, welches schon über 100 Jahre verwendet wird, bevorzugt?

Unserer Meinung nach bedeutet die Tatsache, die der Leser angibt, dass Amalgam über 100 Jahre angewandt wird, nicht, dass dieses Material besser ist als die neueren Materialien, die seit einigen Jahrzehnten gebraucht werden. Also, ästhetische Materialien (weisse Füllungen) sind tatsächlich qualitätsvoller in einigen Gesichtspunkten.

 

Eine der Hauptcharakteristiken ästhetischer Materialien ist ihre Möglichkeit der chemischen direkten (durch die Anwendung eines Adhäsivs) oder indirekten Bindung an die Zahnhartsubstanz. Amalgam haftet im Zahn ausschliesslich mechanisch durch eine entsprechende geometrische Präparation. Die chemische Bindung (Adhäsion) hat zur Folge einige wichtige Punkte, die ästhetische Materialien vor das Amalgam stellen.

  • da die Verbindungen sehr stark sein können (über 20 MP), sind mit den weissen Materialien einige therapeutische Eingriffe möglich, die mit Amalgam kontraindiziert sind: eine zufriedenstellende Rekonstruktion der Zahnkrone, wenn diese in grossem Masse zerstört ist (manchmal mehr als 80%). Auf diese Weise ist der indikative Bereich der konservativen (nichtprothetischen) Zahnmedizin erweitert, was den Patienten manchmal entgegenkommt.
  • Durch die chemische Verbindung ist die Möglichkeit einer erneuten Kariesentwicklung neben der vorhandenen Füllung reduziert- Prävention der Sekundärkaries. Zudem gibt es heute auf dem Markt Materialien, die Stoffe (Fluor) abgeben, welchen langfristig kariesprophylaktisch wirken.
  • Weitere wichtige Vorteile „ weisser“ Materialien stellen ihre mechanischen Charakteristiken dar. Durch die langjährige Entwicklung bietet der Markt Materialien an, die mit ihrer statischen und dynamischen Ausdauer weit vor der des Amalgams liegen, so dass die Behauptung vieler Patienten, dass „ schwarze Plomben härter sind“ nicht mehr den Tatsachen entspricht. Auf der anderen Seite ist es den Patienten wichtig, dass die Füllungsmaterialien der Zahnfarbe entsprechen (ästhetischer), so dass die Rekonstruktionen auf dem Zahn nicht sichtbar sind.

 

Wir haben hier nur einige, wichtigere Vorteile ästhetischer Materialen erwähnt. Alle Punkte würden den Rahmen dieses Textes sprengen.

 

Allerdings gibt es neben Vorteilen auch Nachteile. Die wichtigsten sind:

  • die Komplexität der Ausführung solcher Füllungen. Das Legen einer ästhetischen Füllung ist im Vergleich zur Amalgamfüllung viel komplexer und verlangt mehr Zeit.
  • Kosten- ästhetische Materialien sind deutlich teurer.