DENTALE IMPLANTOLOGIE

Die dentale Implantologie ist Teil der modernen Zahnheilkunde, welcher sich mit dem Einsetzen von Implantaten in den Ober-und Unterkiefer beschäftigt, um einen oder mehrere verlorengegangene Zähne zu ersetzen.

 

Was ist ein osseointegriertes Implantat?

Ein Implantat ist eine „Schraube“ aus biotolerantem und bioinertem Material, dem Titan. Osseointegrierend ( lat. Os= Knochen) heisst, dass das Implantat aufgrund einer speziellen Bearbeitung der Oberfläche mit dem Knochen eine funktionelle Einheit bildet, die bis zu physiologischen Grenzen belastbar ist. Mit anderen Worten, auf so ein Implantat kann man einen künstlichen Zahn aufbauen, der den verlorenen natürlichen Zahn in Funktion und Ästhetik ersetzt.

 

In welchen Fällen werden Imlantate gesetzt?

Ein oder mehrere Implantate können immer eingesetzt werden, wenn verlorengegangene Zähne ersetzt werden sollen.

 

Wann kann man Implantate nicht einsetzen?

Absolute Kontraindikationen für das Einsetzen von Implantaten gibt es heutzutage fast nicht. Eine dieser Gegenanzeigen ist die fortgeschrittene Osteoporose, welche auch den Ober-und Unterkiefer erfasst. Zu den relativen Kontraindikationen gehören ungünstige anatomische Verhältnisse, unzureichende Knochenmasse, die Nähe der Sinushöhle oder des Nerven im Unterkiefer und ungünstige Kieferverhältnisse. Aber heutzutage können durch chirurgische Massnahmen die Knochenmasse vergrössert (Augmentation), die Sinushöhle höher gelegt (Sinuslift) sowie ungünstige Kieferverhältnisse korrigiert werden.

Als relative Kontraindikationen gelten auch chronische Erkrankungen wie kardiovaskuläre Erkrankungen und Stoffwechselkrankheiten (Diabetes). Aber durch eine adäquate Vorbereitung und eventuelle Prämedikation kann auch bei solchen Patienten dieser Eingriff durchgeführt werden.

 

Warum entscheiden sich Patienten für die prothetische Rehabilitation mittels Implanten?

Die häufigsten Gründe sind:

  • Wenn nur ein Zahn fehlt, entscheiden sich die Patienten oft für ein Implantat, um das Beschleifen der Nachbarzähne, welches im Falle der klassischen prothetischen Versorgung notwendig ist, zu vermeiden.
  • Im Falle eines partiellen oder totalen Zahnverlustes, bei dem ein herausnehmbarer Zahnersatz indiziert wäre, entscheiden sich die Patienten für ein Implantat, weil sie so einen festsitzenden Zahnersatz erhalten, der ihren funktionellen und ästhetischen Ansprüchen entspricht.

 

Warum entscheiden sich die meisten Patienten doch für die klassische prothetische Rehabilitation?

  • Es handelt sich um einen chirurgischen Eingriff- Angst vor dem Schneiden,Bohren im Knochen, Betäubung * Dauer der Therapie- einige Monate
  • Kosten, welche die einer klassischen prothetischen Versorgung um einiges übersteige

 

Wie läuft der Eingriff ab?

Im Groben kann man den Eingriff in einige Schritte aufteilen.

  • Gespräch mit dem Patienten, Planung, Vorbereitung- der Patient soll alle Informationen bezüglich des Eingriffs und des Zustands danach bekommen; der Behandler plant zusammen mit dem Zahntechniker nach eingehenden klinischen und radiologischen Untersuchungen (Orthopantomogramm, CT, Denzitometrie) jede Phase und dem Patienten wird die endgültige prothetische Versorgung dargestellt.
  • Chirurgische Phase- Phase des Implantateinsetzens. Der Eingriff wird in Lokalanästhesie durchgeführt und ist schmerzfrei. Entsprechend der Anzahl der Implantate dauert die Operation 0,5- 1 Stunde.
  • Phase der Osseointegration- in dieser Phase festigt sich das Implantat. Diese Phase dauert 3-6 Monate, abhängig von den qualitativen Charakteristiken des Knochens- Dichte und Kompaktheit. Heute gibt es auch Konzepte, die eine sofortige Belastung nach dem Einsetzen in den Knochen erlauben. Somit wird diese Phase übersprungen.
  • Prothetische Phase- in dieser Phase wird auf die Implantate die Suprastruktur gebaut und somit die Zahnlücke prothetisch geschlossen. Die Art der Versorgung richtet sich nach dem ausgewählten Konzept. Auf das Implantat kann, je nach Indikation und Konzept, eine Krone, eine festsitzende Brücke, herausnehmbare Brücke (befestigt mit Schrauben), eine herausnehmbare Prothese, die auf den Implantaten verankert ist, gesetzt werden.

 

Beispiele:

Beispiel der Versorgung eines totalen Zahnverlustes:

Bei totalem Zahnverlust im Ober- und/oder Unterkiefer kann die prothetische Rehabilitation mit Hilfe von Implantaten auf verschiedene Weisen durchgeführt werden, abhängig von der Zahl der eingesetzten Implantate.

Wenn man in einen Kiefer mehrere Implantate (6-8)einsetzen kann, die statisch günstig verteilt werden, dann kann man einen festsitzenden Zahnersatz planen- eine zementierbare Brücke oder eine Brücke zum Herausnehmen.

Kann man nur 2-4 Implantate einsetzen, wählt der Behandler eine herausnehmbare Prothese aus, der die Implantate als Anker dienen oder zur Stabilisation, je nach Art der Ausführung und den anatomischen Verhältnissen.

 

Beispiel der Versorgung des teilweisen Zahnverlustes:

Bei partiellem Zahnverlust (1 bis mehrere Zähne) wird auf dem Implantat eine festsitzende Krone oder Brücke hergestellt.

 

Konzept der sofortigen Belastung (Immediate loading concept):

Bei diesem Konzept der prothetischen Versorgung des totalen Zahnverlustes werden die Implantate sofort nach Einsatz mit einer herausnehmbaren Prothese belastet. Es kann nur im Unterkiefer durchgeführt werden.

Besondere Leistungen

PREISLISTE

Da wir in unserer altäglichen Praxis unterschiedliche Materialien benutzen, verschiedene Leistungen anbieten und jeden patienten individuell beraten, können wir nicht eine einheitliche Preisliste angeben. Die Preise teilen wir nach der ersten Untersuchung mit, welche zu keiner weiteren Behandlung in unserer Praxis verpflichtet. Während der Untersuchung werden dem Patienten der Therapieplan und die notwendingen Eingriffe erklärt sowie die zur Auswahl stehenden Materialien dargestellt.

ZAHSLUNGMÖGLICHKEITEN

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